Ausrichtung und Neigung beeinflussen den Ertrag. Aber auch bei nicht idealen Bedingungen lohnt sich eine Anlage fast immer.
Ideale Ausrichtung
Suedausrichtung ist optimal. Suedost/Suedwest: 93-97%. Ost/West: 80-85%. Selbst nicht ideale Dächer liefern wirtschaftliche Erträge.
Ertragsvergleich
- Sued: 100%
- Suedost/Suedwest: 93-97%
- Ost/West: 80-85%
- Nord: 55-65% (bedingt empfohlen)
Optimale Neigung
30-35 Grad ideal. 15-45 Grad nur geringe Einbussen. Steile Dächer liefern anteilig mehr Winterstrom.
Ost-West-Anlagen
Gleichmaessigere Produktion über den Tag. Ideal für Morgen-/Abendverbrauch. Mehr Module pro Flaeche auf Flachdächern.
Verschattung vermeiden
Wichtiger als perfekte Ausrichtung! Schornsteine, Antennen, Baeume, Nachbargebaeude prüfen.
Professionelle Verschattungsanalyse durchführen lassen. Moderne Tools simulieren jede Stunde des Jahres.
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⚡ PV-Rechner startenTechnologie und Modultypen
Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.
Batteriespeicher – lohnt sich das?
Solarstrom und Elektromobilität
Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.
Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer
Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.
Schweizer Förderprogramme im Überblick
In der Schweiz profitieren Eigenheimbesitzer von attraktiven Förderprogrammen für Solaranlagen. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes deckt bis zu 30 % der Investitionskosten. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Zuschüsse an. In Zürich beispielsweise gibt es kantonale Zusatzförderungen von bis zu CHF 3’000, während Bern einen Bonus für Fassadenanlagen gewährt. Wichtig: Die Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Ihr Solarinstallateur übernimmt in der Regel die gesamte Administration. Die Bearbeitungszeit beträgt aktuell 3–6 Monate. Zusätzlich können Sie die Investitionskosten vollständig von der Einkommenssteuer abziehen – das spart je nach Steuersatz nochmals 20–35 % der Nettokosten.
Ertragsunterschiede nach Standort in der Schweiz
Der Solarertrag variiert je nach Region der Schweiz erheblich. Im Mittelland – etwa in den Kantonen Bern, Aargau oder Zürich – liegt die jährliche Globalstrahlung bei rund 1’100–1’200 kWh pro Quadratmeter. Im Tessin und im Wallis erreicht sie hingegen 1’400–1’500 kWh/m². Das bedeutet bis zu 30 % mehr Ertrag bei gleicher Anlagengrösse. Auch die Höhenlage spielt eine Rolle: In alpinen Lagen über 1’500 m profitieren Module von kühleren Temperaturen und Reflexion durch Schnee. Das BFE stellt mit dem Tool sonnendach.ch eine kostenlose Plattform bereit, auf der Sie das Solarpotenzial Ihres Dachs prüfen können. So erfahren Sie vor der Offertanfrage, welchen Ertrag Ihre spezifische Dachfläche realistisch liefert.