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Die Solartechnologie entwickelt sich rasant. Die nächste Generation verspricht höhere Effizienz und neue Anwendungen.

Perowskit-Solarzellen

Groesste Innovation seit Jahrzehnten. Über 25% Wirkungsgrad im Labor. Tandemzellen über 33%. Erste kommerzielle Produkte kommen bald.

Bifaziale Module

Licht von beiden Seiten. 10-30% Mehrertrag auf hellen Untergruenden. Ideal für alpine Standorte mit Schnee.

Gebäude-integrierte PV (BIPV)

Solarziegel, Solarfassaden, transparentes Solarglas. Schweizer Firmen sind international fuehrend. Ideal für denkmalgeschuetzte Gebäude.

HJT-Technologie

Über 24% Wirkungsgrad. Niedriger Temperaturkoeffizient - weniger Verlust bei Hitze.

Schwimmende Solaranlagen

Auf Stauseen: Wasser kuehlt Module, kein Flaechenverbrauch. Schweizer Pilotprojekte laufen.

Agri-PV

Solar und Landwirtschaft kombiniert. Module höher montiert. Vielversprechende Forschungsergebnisse.

Wer heute investiert, profitiert von bewaehrter Technologie. Warten bringt bessere Module - aber weniger Förderung.

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Planung und Installation

Der Weg zur eigenen Solaranlage beginnt mit einer professionellen Dachanalyse. Dabei werden Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik geprüft. Süd-, Südost- und Südwestdächer mit 15–35° Neigung sind ideal. Aber auch Ost-West-Anlagen sind wirtschaftlich sinnvoll und liefern eine gleichmässigere Stromproduktion über den Tag. Die Montage dauert typischerweise 2–3 Tage für ein Einfamilienhaus. Der Installateur kümmert sich um die Baubewilligung, den Netzanschluss und die Anmeldung bei Pronovo für die Einmalvergütung. Nach der Inbetriebnahme können Sie Ihre Stromproduktion per App überwachen und Ihren Eigenverbrauch optimieren. Ein jährlicher Check durch den Fachmann sichert die langfristige Leistung.

Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Umweltbilanz und Nachhaltigkeit

Eine Solaranlage in der Schweiz vermeidet pro kWp jährlich rund 400–500 kg CO₂. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage sind das über die Lebensdauer von 25 Jahren mehr als 100 Tonnen eingespartes CO₂. Die energetische Amortisation – also die Zeit, bis die Anlage mehr Energie produziert hat als für ihre Herstellung benötigt wurde – liegt bei nur 1–2 Jahren. Danach liefert sie über 20 Jahre lang sauberen, klimaneutralen Strom. Am Ende ihrer Lebensdauer können über 95 % der Materialien recycelt werden. Silizium, Glas und Aluminium werden zurückgewonnen und in neuen Produkten eingesetzt. So schliesst sich der Kreislauf – und Sie leisten einen messbaren Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.

Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer

Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.

Den richtigen Solarinstallateur finden

Die Wahl des Installateurs ist entscheidend für eine erfolgreiche Solaranlage. Achten Sie auf folgende Kriterien: Der Betrieb sollte über eine Swissolar-Zertifizierung verfügen und Erfahrung mit mindestens 50 installierten Anlagen vorweisen können. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Komponenten und Garantiebedingungen. Ein guter Installateur bietet eine Vor-Ort-Begehung an und erstellt eine individuelle Ertragsberechnung. Fragen Sie nach Referenzprojekten in Ihrer Region. Der Installateur sollte auch den Papierkram übernehmen: Baumeldung, Pronovo-Anmeldung und Netzgesuch. Seriöse Betriebe bieten zudem Wartungsverträge an, die eine regelmässige Überprüfung der Anlage sicherstellen und so langfristig die optimale Leistung gewährleisten.

Forschungsstandort Schweiz und Pilotprojekte

Die Schweiz ist ein bedeutender Forschungsstandort für Solartechnologie. Die ETH Zürich und die EPFL in Lausanne gehören zu den weltweit führenden Institutionen im Bereich Perowskit-Solarzellen und Tandem-Module. Das CSEM in Neuenburg entwickelt leichtgewichtige, farbige Solarmodule, die sich nahtlos in Gebäudefassaden integrieren lassen. Im Rahmen des Pilotprojekts «Alpine Solar» wurde 2022 an der Muttsee-Staumauer die grösste alpine Solaranlage der Schweiz in Betrieb genommen. Solche Hochgebirgsanlagen produzieren im Winter bis zu doppelt so viel Strom wie Anlagen im Mittelland. Der Bund unterstützt die Forschung über das BFE-Programm «Energie – Wirtschaft – Gesellschaft» mit jährlich über CHF 50 Millionen.

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