Solaranlage und Elektroauto: perfekte Symbiose. Das Auto faehrt mit Sonnenstrom, Kosten sinken gegen null, Eigenverbrauch steigt.
Warum passt das zusammen?
Ein E-Auto braucht 2'000-3'000 kWh/Jahr. Ihre Solaranlage liefert das problemlos. Statt guenstig einzuspeisen, laden Sie Ihr Auto und sparen doppelt.
Die richtige Wallbox
Mindestens 11 kW und solare Überschussladung. Solarmodus: nur mit Überschuss laden. Hybridmodus: bei Bedarf aus dem Netz ergaenzen.
Kostenvergleich
- Solarstrom: einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU)
- Netzstrom: einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU)
- Öffentlich: einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU)
- Benzin: einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU)
Bei 15'000 km/Jahr: CHF 1'800 Einsparung vs. Benzin.
Dimensionierung
2-3 kWp zusätzlich für E-Auto. EFH mit E-Auto: 12-15 kWp empfohlen.
Viele Kantone fördern Wallboxen. Pruefen Sie aktuelle Programme.
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⚡ PV-Rechner startenSolarstrom und Elektromobilität
Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.
Häufige Fragen zur Solaranlage
Wie lange hält eine Solaranlage? Moderne Solarmodule sind auf mindestens 25–30 Jahre ausgelegt. Viele Hersteller geben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren mit mindestens 80 % der Nennleistung.
Brauche ich eine Baubewilligung? In den meisten Schweizer Kantonen sind Auf-Dach-Anlagen meldepflichtig, aber nicht bewilligungspflichtig. Ausnahmen gelten in Schutzgebieten und bei denkmalgeschützten Gebäuden.
Was passiert bei Schnee? Schnee rutscht bei geneigten Dächern schnell ab. Der Ertragsverlust im Winter ist minimal – die Hauptproduktion findet von März bis Oktober statt.
Wie viel Strom produziert meine Anlage? Pro kWp installierter Leistung können Sie in der Schweiz mit 900–1’100 kWh Jahresertrag rechnen – je nach Standort und Ausrichtung.
Umweltbilanz und Nachhaltigkeit
Eine Solaranlage in der Schweiz vermeidet pro kWp jährlich rund 400–500 kg CO₂. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage sind das über die Lebensdauer von 25 Jahren mehr als 100 Tonnen eingespartes CO₂. Die energetische Amortisation – also die Zeit, bis die Anlage mehr Energie produziert hat als für ihre Herstellung benötigt wurde – liegt bei nur 1–2 Jahren. Danach liefert sie über 20 Jahre lang sauberen, klimaneutralen Strom. Am Ende ihrer Lebensdauer können über 95 % der Materialien recycelt werden. Silizium, Glas und Aluminium werden zurückgewonnen und in neuen Produkten eingesetzt. So schliesst sich der Kreislauf – und Sie leisten einen messbaren Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.
Den richtigen Solarinstallateur finden
Die Wahl des Installateurs ist entscheidend für eine erfolgreiche Solaranlage. Achten Sie auf folgende Kriterien: Der Betrieb sollte über eine Swissolar-Zertifizierung verfügen und Erfahrung mit mindestens 50 installierten Anlagen vorweisen können. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Komponenten und Garantiebedingungen. Ein guter Installateur bietet eine Vor-Ort-Begehung an und erstellt eine individuelle Ertragsberechnung. Fragen Sie nach Referenzprojekten in Ihrer Region. Der Installateur sollte auch den Papierkram übernehmen: Baumeldung, Pronovo-Anmeldung und Netzgesuch. Seriöse Betriebe bieten zudem Wartungsverträge an, die eine regelmässige Überprüfung der Anlage sicherstellen und so langfristig die optimale Leistung gewährleisten.
Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer
Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.
Bidirektionales Laden und Vehicle-to-Home in der Schweiz
Die nächste Stufe der Integration von Solaranlage und Elektroauto ist das bidirektionale Laden. Dabei wird die Fahrzeugbatterie als zusätzlicher Hausspeicher genutzt. Mit einer 60-kWh-Autobatterie könnten Sie einen durchschnittlichen Schweizer Haushalt theoretisch drei Tage lang versorgen. Erste Pilotprojekte in den Kantonen Aargau und Zürich testen diese Technologie bereits erfolgreich. Hersteller wie Hyundai und Kia bieten mit dem V2L-Standard (Vehicle-to-Load) eine Vorstufe an. Die volle Vehicle-to-Home-Funktionalität erfordert eine kompatible Wallbox – Modelle von Evtec und ABB sind in der Schweiz bereits verfügbar. Die Kosten liegen bei CHF 5’000–8’000 für die bidirektionale Wallbox inklusive Installation und Bewilligung durch den Netzbetreiber.