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Die Kombination aus Wärmepumpe und Solaranlage gilt als Koenigsloesung für energieeffizientes Wohnen. Beide Technologien ergaenzen sich ideal.

Warum passen sie zusammen?

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme und benoetigt Strom. Mit einer Jahresarbeitszahl von 3-5 macht sie aus einer kWh Strom 3-5 kWh Wärme. Mit Solarstrom heizen Sie quasi zum Nulltarif.

Dimensionierung

Mit Wärmepumpe empfehlen sich 10-15 kWp statt 6-10 kWp. Die Mehrkosten amortisieren sich schnell. Das Gebäude wird als thermischer Speicher genutzt.

Einsparungspotenzial

Jährliche Energiekosten sinken um 60-80%. Bei CHF 3'500 Heizkosten plus CHF 1'500 Stromkosten bedeutet das CHF 3'000-4'000 Einsparung pro Jahr.

Förderung

Beide Technologien werden grosszuegig gefördert. Kantonale Gebäudeprogramme unterstuetzen den Heizungsersatz zusätzlich.

Tipp: Planen Sie Wärmepumpe und Solaranlage gemeinsam für bessere Abstimmung und höhere Wirtschaftlichkeit.

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Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Planung und Installation

Der Weg zur eigenen Solaranlage beginnt mit einer professionellen Dachanalyse. Dabei werden Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik geprüft. Süd-, Südost- und Südwestdächer mit 15–35° Neigung sind ideal. Aber auch Ost-West-Anlagen sind wirtschaftlich sinnvoll und liefern eine gleichmässigere Stromproduktion über den Tag. Die Montage dauert typischerweise 2–3 Tage für ein Einfamilienhaus. Der Installateur kümmert sich um die Baubewilligung, den Netzanschluss und die Anmeldung bei Pronovo für die Einmalvergütung. Nach der Inbetriebnahme können Sie Ihre Stromproduktion per App überwachen und Ihren Eigenverbrauch optimieren. Ein jährlicher Check durch den Fachmann sichert die langfristige Leistung.

Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer

Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.

Den richtigen Solarinstallateur finden

Die Wahl des Installateurs ist entscheidend für eine erfolgreiche Solaranlage. Achten Sie auf folgende Kriterien: Der Betrieb sollte über eine Swissolar-Zertifizierung verfügen und Erfahrung mit mindestens 50 installierten Anlagen vorweisen können. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Komponenten und Garantiebedingungen. Ein guter Installateur bietet eine Vor-Ort-Begehung an und erstellt eine individuelle Ertragsberechnung. Fragen Sie nach Referenzprojekten in Ihrer Region. Der Installateur sollte auch den Papierkram übernehmen: Baumeldung, Pronovo-Anmeldung und Netzgesuch. Seriöse Betriebe bieten zudem Wartungsverträge an, die eine regelmässige Überprüfung der Anlage sicherstellen und so langfristig die optimale Leistung gewährleisten.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Dimensionierung und Wirtschaftlichkeit im Schweizer Klima

Für die optimale Kombination von Wärmepumpe und Solaranlage ist die richtige Dimensionierung entscheidend. In der Schweiz benötigt ein gut isoliertes Einfamilienhaus mit Erdsondenwärmepumpe jährlich rund 5’000–7’000 kWh Strom für Heizung und Warmwasser. Eine 12–15-kWp-Solaranlage deckt zusammen mit dem Haushaltsbedarf den Gesamtverbrauch auf Jahresbasis. Im Sommer produziert die Anlage Überschüsse, die eingespeist werden. Im Winter reicht die Solarproduktion nicht aus, und Strom muss zugekauft werden. Ein Speicher kann die Eigenverbrauchsquote im Übergangsfrühling und -herbst deutlich erhöhen. Die Gesamtinvestition für Wärmepumpe plus Solaranlage liegt bei CHF 55’000–75’000, wobei nach Abzug der Pronovo-Vergütung und kantonalen Fördermittel in Kantonen wie Bern oder Solothurn oft CHF 15’000–20’000 eingespart werden können.

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